Wärmepumpe
verstehen.
Oder: Was Sie wirklich über Wärmepumpen wissen sollten. Antworten auf die Fragen, die mir in meiner täglichen Beratung immer wieder gestellt werden.
Wenn es draußen wirklich kalt wird.
Nicht nur die große kW-Zahl im Prospekt zählt. Entscheidend ist, welche Leistung bei niedrigen Außentemperaturen tatsächlich zur Verfügung steht.
Was bedeutet T-CAP?
T-CAP ist eine Panasonic-Technologie, die darauf ausgelegt ist, auch bei sehr niedrigen Außentemperaturen eine hohe Heizleistung bereitzustellen. Gerade im Winter ist entscheidend, was von der Heizleistung übrig bleibt, wenn es draußen richtig kalt wird.
Was passiert bei −20 °C?
Die Panasonic Aquarea T-CAP M-Serie kann ihre Heizleistung bei 35 °C Vorlauftemperatur bis −20 °C Außentemperatur aufrechterhalten. Das macht die Technik besonders für anspruchsvollere Bestandsgebäude interessant.
Funktioniert die Wärmepumpe auch unter −20 °C?
Ja. Die T-CAP M-Serie mit 9, 12 und 16 kW ist für Heizbetrieb bis −28 °C Außentemperatur ausgelegt. Die −20 °C beziehen sich auf die Aufrechterhaltung der Heizleistung unter den von Panasonic angegebenen Bedingungen, nicht auf die absolute Betriebsgrenze.
Bedeutet T-CAP, dass niemals ein Heizstab benötigt wird?
Nein, so pauschal wäre das nicht seriös. Ob und wann ein Heizstab benötigt wird, hängt unter anderem von Auslegung, Vorlauftemperatur, Gebäude und Betriebsbedingungen ab. Genau deshalb ist eine vernünftige Dimensionierung so wichtig.
Kann T-CAP hohe Vorlauftemperaturen erzeugen?
Die aktuelle Aquarea T-CAP M-Serie kann Wassertemperaturen von bis zu 75 °C bereitstellen. Das bedeutet nicht, dass eine Wärmepumpe dauerhaft mit 75 °C betrieben werden sollte: Je niedriger die benötigte Vorlauftemperatur, desto günstiger sind grundsätzlich die Bedingungen für einen effizienten Betrieb.
Welches Kältemittel wird verwendet?
Die aktuelle Panasonic Aquarea T-CAP M-Serie arbeitet mit R290, also Propan.
Wer ist Panasonic und was ist Aquarea?
Panasonic ist ein internationaler Technologiekonzern mit einer Unternehmensgeschichte seit 1918. Aquarea ist die Bezeichnung für Panasonics Luft/Wasser-Wärmepumpensysteme.
Alt bedeutet nicht ungeeignet.
Funktioniert eine Wärmepumpe in einem älteren Haus?
Sehr häufig ja. Das Baujahr allein entscheidet nicht darüber. Wichtig sind Wärmebedarf, Heizflächen, Vorlauftemperaturen und der heutige energetische Zustand des Hauses.
Brauche ich zwingend eine Fußbodenheizung?
Nein. Eine Wärmepumpe kann auch mit vorhandenen Heizkörpern betrieben werden.
Müssen alle Heizkörper ausgetauscht werden?
Nein. Wir prüfen, welche Heizkörper vorhanden sind und welche Leistung sie bei der benötigten Vorlauftemperatur abgeben. Manchmal können alle bleiben, manchmal ist es sinnvoll, einzelne Heizkörper größer auszulegen.
Mein Haus ist von 1965, 1975 oder 1985. Ist das zu alt?
Nein. Neue Fenster, Dämmung, Dachsanierung und andere Modernisierungen können den Wärmebedarf gegenüber dem ursprünglichen Bauzustand deutlich verändern.
Muss mein Haus vorher komplett saniert werden?
Nicht automatisch. Ob einzelne Maßnahmen sinnvoll sind, muss am konkreten Gebäude beurteilt werden. Eine Komplettsanierung nur wegen des Einbaus einer Wärmepumpe pauschal vorauszusetzen, wäre falsch.
Die richtige Größe statt einfach „mehr kW“.
Wie viel kW braucht meine Wärmepumpe?
Das lässt sich nicht allein aus der Quadratmeterzahl ableiten. Wohnfläche, Verbrauch, Gebäudezustand, Dämmung, Fenster, gewünschte Raumtemperatur und Heizsystem spielen zusammen.
Ist eine größere Wärmepumpe nicht sicherer?
Nicht unbedingt. „Lieber zwei Nummern größer“ ist keine gute Planungsstrategie. Eine unnötig große Anlage kann häufiger takten und ungünstiger arbeiten.
Was ist der Bivalenzpunkt?
Vereinfacht beschreibt er den Bereich, in dem die benötigte Heizleistung des Gebäudes und die verfügbare Leistung der Wärmepumpe zueinander betrachtet werden. Für die Auslegung ist wichtig, wie sich beide bei sinkender Außentemperatur verhalten.
Warum ist mein bisheriger Gas- oder Ölverbrauch wichtig?
Der bisherige Energieverbrauch ist ein wertvoller Anhaltspunkt dafür, wie viel Wärme das Gebäude tatsächlich benötigt hat. Er ist aber nur ein Teil einer vernünftigen Auslegung.
Warum kann sich die benötigte Leistung nach einer Sanierung ändern?
Neue Fenster, Dach- oder Fassadendämmung und andere Maßnahmen können den Wärmebedarf erheblich verändern. Deshalb zählt der aktuelle Zustand des Hauses und nicht nur das Baujahr.
Warum ich nicht zuerst auf die größte kW-Zahl schaue.
Mir reicht nicht: „Das Haus hat 180 Quadratmeter – nehmen wir 12 oder 16 kW.“ Ich möchte wissen, wie das Haus gebaut ist, was bisher verbraucht wurde, welche Heizflächen vorhanden sind, welche Vorlauftemperaturen benötigt werden und was bereits modernisiert wurde. Besonders interessant ist, was die Wärmepumpe noch leistet, wenn es draußen wirklich kalt wird.
Mein Ziel ist nicht, Ihnen die größte Wärmepumpe zu verkaufen. Mein Ziel ist, dass die richtige Wärmepumpe zu Ihrem Haus passt.
Technik kompakt gedacht.
Was ist der GALVANY Cube?
Der Cube ist die kompakte GALVANY-Lösung für die Technik im Gebäude. Statt zahlreiche Komponenten einzeln im Heizungsraum zu verteilen, werden wesentliche Bestandteile in einer aufgeräumten Systemlösung zusammengeführt.
Warum ist der GALVANY Cube mehr als nur platzsparend?
Der Cube wird weitgehend vorkonfektioniert vorbereitet. Viele Komponenten, die bei einer klassischen Installation erst vor Ort einzeln montiert, verrohrt und miteinander verbunden werden müssen, sind bereits in einer kompakten Systemlösung zusammengeführt. Dadurch reduziert sich der Installationsaufwand im Haus erheblich: weniger Verrohrung vor Ort, weniger einzelne Arbeitsschritte und weniger Möglichkeiten, dass bei der Montage etwas vergessen oder unterschiedlich ausgeführt wird.
Warum kann GALVANY die Montage in wenigen Tagen durchführen?
Ein wesentlicher Grund ist die vorkonfektionierte Bauweise des GALVANY Cube. Statt die komplette Hydraulik erst beim Kunden Stück für Stück aufzubauen, kommt ein großer Teil der Technik bereits vorbereitet ins Haus. Das macht den Ablauf planbarer und ermöglicht es, die eigentlichen Arbeiten im Haus auf wenige Tage zu konzentrieren. Für den Kunden bedeutet das: weniger Baustelle, weniger Montageaufwand und schneller zurück zum normalen Alltag.
Wird der Cube individuell für mein Haus geplant?
Die gesamte Anlage wird passend zum Gebäude geplant. Wärmepumpenleistung, Hydraulik, Warmwasser und die vorhandene Heizungsanlage müssen zusammenpassen.
Was im täglichen Betrieb wichtig wird.
Wie viel Strom verbraucht eine Wärmepumpe?
Das lässt sich seriös erst einschätzen, wenn wir den Wärmebedarf des Gebäudes kennen. Zwei Häuser mit jeweils 150 m² können völlig unterschiedliche Verbräuche haben.
Was bedeuten COP und Jahresarbeitszahl?
Der COP beschreibt das Verhältnis zwischen eingesetzter elektrischer Energie und abgegebener Wärme unter bestimmten Prüfbedingungen. Die Jahresarbeitszahl betrachtet dieses Verhältnis über einen längeren realen Betriebszeitraum.
Lohnt sich Photovoltaik zusammen mit einer Wärmepumpe?
Ja, eine PV-Anlage kann eine sehr gute Ergänzung sein. Ein Teil des benötigten Stroms wird auf dem eigenen Dach erzeugt und kann mit einem Batteriespeicher auch später genutzt werden. Eine große PV-Anlage ist aber nicht der einzige Weg: Mit GALVANY Fusion ist eine weitere Lösung geplant.
Wird eine Wärmepumpe gefördert?
Für den Austausch bestehender Heizungen können staatliche Förderprogramme infrage kommen. Welche Förderung möglich ist, hängt unter anderem von Gebäude, Eigentümer, bestehender Heizung und den jeweils geltenden Förderbedingungen ab.
Kann ich Förderung und Finanzierung kombinieren?
Grundsätzlich können Förderung und Finanzierung miteinander kombiniert werden, sofern die jeweiligen Voraussetzungen erfüllt sind. Deshalb betrachten wir Kaufpreis, mögliche Förderung und Finanzierung gemeinsam.
GALVANY Fusion – Strom intelligent nutzen
Fusion soll Wärmepumpe, Batteriespeicher und einen dynamischen Stromtarif miteinander verbinden. Vereinfacht gesagt: Ist Strom günstig, kann Energie aus dem Netz bezogen und im Speicher bevorratet werden. Wird Strom später teurer, steht die gespeicherte Energie dem Haus und der Wärmepumpe zur Verfügung.
Eine vorhandene PV-Anlage kann zusätzlich eingebunden werden. Fusion soll nicht gegen Photovoltaik arbeiten, sondern sie sinnvoll ergänzen. Besonders interessant wird das in den sonnenarmen Wintermonaten: Genau dann, wenn die Wärmepumpe den meisten Strom benötigt, liefert die PV-Anlage häufig deutlich weniger Energie.
So kann der Speicher auch dann günstig gefüllt werden, wenn vom Dach gerade wenig kommt.
GALVANY Fusion befindet sich derzeit noch in Vorbereitung. Weitere Informationen zu Verfügbarkeit und konkreter Ausgestaltung folgen.
Von der Planung bis nach der Inbetriebnahme.
Wie lange dauert der Einbau?
Die eigentliche Montage ist normalerweise deutlich kürzer als der gesamte Projektablauf. Für ein typisches Projekt planen wir wenige Montagetage ein. Der genaue Zeitraum hängt vom Gebäude und Umfang der Arbeiten ab.
Muss ich während der Montage lange ohne Heizung und Warmwasser auskommen?
Die Außerbetriebnahme der alten Anlage und die Umschaltung auf die neue Heizung werden im Montageablauf geplant, damit die Unterbrechung möglichst kurz bleibt.
Wo kommt das Außengerät hin?
Der Standort wird geplant. Abstände, Leitungswege, Schall, Zugänglichkeit und die Gegebenheiten des Grundstücks müssen berücksichtigt werden.
Kann ich die Wärmepumpe per App bedienen?
Bei der aktuellen T-CAP M-Serie sind digitale Steuerungs- und Servicefunktionen über die Panasonic-Systemwelt möglich.
Was passiert nach der Inbetriebnahme?
Mit der Inbetriebnahme soll die Betreuung nicht enden. Einstellungen und Betriebsweise haben Einfluss auf Komfort und Verbrauch. Je nach vereinbartem System und Service können Anlagenwerte auch aus der Ferne überwacht werden.
Was ist SmartCare+?
SmartCare+ ist das GALVANY-Konzept für Betreuung und Absicherung nach der Installation. Die konkreten Leistungen richten sich nach dem vereinbarten Paket.